[Blog] Anweiden bei Frost: Unterschätzte Risiken durch Zucker- und Pilzgifte im Gras

Es beginnt oft ganz harmlos: Die ersten warmen Tage, saftig grünes Gras und die Vorfreude, das eigene Pferd endlich wieder auf die Weide zu lassen. Ein paar Minuten werden schnell zu einer halben Stunde, dann zu einer Stunde – „es wird schon gut gehen“. Doch genau hier liegt das Problem!
Denn jedes Frühjahr wieder häufen sich die Fälle von Hufrehe und Koliken und viele davon haben denselben Ursprung: ein zu frühes oder unkontrolliertes Anweiden. Was für uns nach einem harmlosen Schritt „zurück zur Natur“ klingt, kann für das Pferd schnell zur ernsthaften Gefahr werden!
Warum passiert das immer wieder? Und warum unterschätzen so viele Pferdebesitzer die Risiken, obwohl die Folgen im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können?

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Bewegungsprobleme und Stoffwechsel

Dieses Pferd wurde bereits artgerecht gehalten und gut versorgt, zeigte jedoch dennoch deutliche körperliche Auffälligkeiten: Die Hufe bauten zunehmend ab, das Pferd nahm kontinuierlich an Gewicht ab und wirkte insgesamt stark nervös und innerlich unruhig.

Im Rahmen des Körpertrainings arbeiteten wir dreimal pro Woche für jeweils etwa 30 Minuten mit dem Pferd. Bereits nach rund einem Monat waren erste deutliche Veränderungen erkennbar. Das Pferd nahm wieder an Substanz zu, wirkte ausgeglichener und zeigte eine deutlich stabilere und aufgerichtetere Körperhaltung.

Auch die Hufqualität verbesserte sich sichtbar, ebenso wie die gesamte Stoffwechsellage. Insgesamt zeigte sich, dass der Organismus wieder besser in seine funktionellen Abläufe fand und das Pferd zunehmend in einen stabileren Zustand zurückkehrte.