[News] Unsere Erfahrung, ist euer Vorteil

Aktuell findet man überall Artikel und Videos über die modernen Pferde, ihre Krankheiten und die Probleme.

Es freut uns sehr, dass dies endlich wahrgenommen wird, macht uns aber auch traurig, dass dies so lange gedauert hat.

Nun ist die Suche nach Trainingsmethoden groß, welche das Pferd unterstützen. Wir können euch gezielt helfen, denn das Körpertraining wurde bereits 1995 entwickelt und auf die Veränderungen der Pferde angepasst. Wir haben mit der Veränderung der Pferde auch immer wieder das Training angepasst.

Ihr profitiert also von unserer langjährigen Erfahrung, im Umgang mit statisch veränderten Pferden.

Der Werdegang:

Ab dem Jahrgang 2000 veränderte sich der Schwerpunkt der Pferde. Die Abwärtshaltung wurde mehr.

Ab dem Jahrgang 2005 veränderten sich die Körpermaße. Der Pferderücken wurde kürzer, die Beine wurden länger. Es ging von einem liegenden Rechteck zu einem aufgestellten Rechteck.

2007 begannen Barbara Schulte und Ulrike Paulus mit der Arbeit an ihrem Buch „Vom Fluchttier zum Designerpferd“.

Ab dem Jahrgang 2010 waren die Bewegungen der Pferde verwaschen bis überbeweglich. Die Motorik hatte sich, aufgrund der veränderten Körpermaße, verändert. Die Pferde mussten instabiler werden – die Hinterhand tritt an der Vorhand vorbei, die Hinterhand läuft nach hinten raus, das Genick wird leichter.

2012 erschien das Buch „Vom Fluchttier zum Designerpferd“ beim Müller Rüschlikon Verlag:

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Ab dem Jahrgang 2015 wurde die Tragfähigkeit der Hinterhand noch weiter herabgesetzt. Diese bricht regelrecht hinter dem Pferd ein. Verletzungen und Unfälle häufen sich.

Mit Anklicken des Videos werden Daten an Youtube übertragen. Näheres unter Datenschutz

 

Ab dem Jahrgang 2020 sind die Skelette so verändert, dass selbst bei Röntgenuntersuchungen an Fohlen kaum noch makellose Wirbelsäulen zu finden sind. ECVM, Facettengelenksprobleme und Spinalkanalstenosen sind die Tagesordnung. Durch die Hypermobilität leidet auch das Gewebe, daher kommt es beispielsweise auch vermehrt zu Koliken, Sehnenschäden und Aortenabrissen.

Ihr sucht Hilfe? – Dann meldet euch!

Wir unterstützen euch mit einem angepassten Training.
Wir kennen die Entwicklung, weil wir seit Jahren mit den Pferden arbeiten.
Wir bieten seit 2018 auch virtuelles Lernen an.

Ulrikes Werdegang könnt ihr hier detailliert nachlesen.

Corinnas Werdegang könnt ihr hier detailliert nachlesen.

Auch bei unseren Partnern achten wir auf Weiterbildung und Anatomieverständnis.

Sweeney Shoulder – Lähmung des nervus suprascapularis

Unfälle sind leider keine Seltenheit – und ihre Folgen können gravierend sein. In diesem Fall erlitt das Pferd im September 2022 einen Sturz, bei dem der Nervus Suprascapularis geschädigt wurde. Dieser Nerv ist entscheidend für die Versorgung der Muskulatur rund um das Schulterblatt und damit für die Stabilität der Schulter bzw. der kompletten Vorhand und damit auch des Rumpfes.

Nach einer ersten physiotherapeutischen Stabilisierung im Stand haben wir gezielt mit der Bewegungstherapie im Rahmen des Körpertrainings begonnen.

Im Video wird deutlich:

  • Die linke Vorhand war nach dem Unfall stark instabil,
  • der Bewegungsablauf deutlich eingeschränkt und unsicher.

Das Ergebnis nach vier Monaten gezieltem Training:

  • das Pferd steht wieder entspannt
  • freie, deutlich stabilere Bewegung im Bewegungsstall
  • selbst der Galopp ist wieder möglich
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Ein Beispiel dafür, wie wichtig gezielte, durchdachte Therapie und Training für die Regeneration und langfristige Stabilität des Pferdes sind!


Weiterführende Informationen

Die sogenannte Sweeney Shoulder beschreibt eine Schädigung des Nervus Suprascapularis, die meist infolge eines Traumas entsteht – zum Beispiel durch einen Sturz, einen Anprall oder ein Hängenbleiben (bspw. an einer Raufe). Dieser Nerv versorgt wichtige Muskeln rund um das Schulterblatt, insbesondere den Musculus Supraspinatus und den Musculus Infraspinatus.

Sweeney Shoulder – Lähmung des nervus suprascapularis weiterlesen

Bewegungsprobleme und Stoffwechsel

Dieses Pferd wurde bereits artgerecht gehalten und gut versorgt, zeigte jedoch dennoch deutliche körperliche Auffälligkeiten: Die Hufe bauten zunehmend ab, das Pferd nahm kontinuierlich an Gewicht ab und wirkte insgesamt stark nervös und innerlich unruhig.

Im Rahmen des Körpertrainings arbeiteten wir dreimal pro Woche für jeweils etwa 30 Minuten mit dem Pferd. Bereits nach rund einem Monat waren erste deutliche Veränderungen erkennbar. Das Pferd nahm wieder an Substanz zu, wirkte ausgeglichener und zeigte eine deutlich stabilere und aufgerichtetere Körperhaltung.

Auch die Hufqualität verbesserte sich sichtbar, ebenso wie die gesamte Stoffwechsellage. Insgesamt zeigte sich, dass der Organismus wieder besser in seine funktionellen Abläufe fand und das Pferd zunehmend in einen stabileren Zustand zurückkehrte.

[Frage] Wann braucht ein Pferd ein Körpertraining?

  1. Ältere Pferde, bei denen durch das Tragen vom Reiter die Wirbelsäule abgesackt ist oder die Pferde generell aus der Balance gekommen sind.
  2. Sportpferde, bei denen der Körper durch ein Leistungssystem vorzeitig verbraucht wurde.
  3. Instabile Pferde, bei denen das Skelett nur durch das Aktivieren der Tragemuskeln stabil werden kann.
  4. Pferde mit schiebenden Hinterbeinen, welche man reiten möchte.
  5. Steife Pferde, die ohne gezieltes Dehnungsprogramm nur mit Kraftanstrengung zu reiten sind.
  6. Pferde, bei denen aufgrund moderner Zucht der Schwerpunkt zu weit vorne liegt.
  7. Junge Pferde, welche man systematisch aufbauen möchte, damit sie im Alter die Hohe Schule erreichen können.

Der Mensch möchte das Pferd als Reittier nutzen. Die Natur sah dies bei der Erschaffung der Equiden allerdings nicht vor.
Daher ist ein gezielter Aufbau des Pferdekörpers von größter Wichtigkeit, um frühzeitigen Verschleiß zu vermeiden.
Das Körpertraining verändert die Beckenstellung des Pferdes, welches so mehr Last aufnehmen und die Wirbelsäule von hinten nach vorne anheben kann. Daraufhin kann das Pferd sich und den Reiter in ausbalancierter Selbsthaltung tragen und bleibt gesund.

[Blog] Abwechslungsreiches Training

Ich habe mich entschieden in dieses Thema viele Fragen, von euch, einfließen zu lassen.

Darunter waren u.a.:

  • Können Stangen uns beim Training unterstützen?
  • Hilft es, mit dem Pferd bergab und bergauf zu reiten / laufen, um die Hinterhand zu aktivieren?
  • Trotz, GHP (Gelassenheitsprüfung respektive Gelassenheitstraining) erschrickt mein Pferd sehr oft. Wie kann ich ihn beschäftigen, dass es ruhiger wird?
  • Mein Pferd muss beschäftigt werden, kann das Körpertraining für genug Abwechslung sorgen?

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[Blog] Ist das Pferd ein „Gewichtsträger“?

Ich höre in meiner Praxis immer wieder die Worte:

  • Mein Pferd ist ein Gewichtsträger
  • Pferde sind generell Gewichtsträger
  • Ich habe mir, meinem Gewicht entsprechend, einen Gewichtsträger gekauft
  • Es ist ein Kaltblut / eine robuste Rasse, also kann es Gewicht tragen

Wenn ich dann frage, was unter einem Gewichtsträger zu verstehen ist, wird allerdings nur mit den Schultern gezuckt, daher möchte ich heute etwas Aufklärungsarbeit leisten.

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[Frage] Warum arbeitet ihr nicht mit Biegung und Stellung?

Antwort:

Zuerst sollte geklärt werden, warum Stellung und Biegung in der Reiterei so hoch bewertet wird. Was bedeuten diese beiden Begriffe:

[Frage] Warum arbeitet ihr nicht mit Biegung und Stellung? weiterlesen

[Frage] Was ist eine gute Körperhaltung bzw. wie wird diese definiert?

Antwort:

Das liegt wohl immer im Auge des Betrachters und es wird viele Antwortmöglichkeiten geben.

Wir sagen: Nur eine gesunde Körperhaltung ist eine gute Körperhaltung!
Aber wie definiert sich das?

[Frage] Was ist eine gute Körperhaltung bzw. wie wird diese definiert? weiterlesen

[Frage] Mein Pferd baut keine (Rücken-)Muskulatur auf, woran liegt das? Hilft ausbinden?

Antwort:

Ein Muskel ist über Sehnen am Knochen befestigt. Er kann sich nur aufbauen, indem er arbeitet. [Frage] Mein Pferd baut keine (Rücken-)Muskulatur auf, woran liegt das? Hilft ausbinden? weiterlesen

[Frage] Was ist der Unterschied zwischen positiver und negativer Anspannung?

Antwort:

Aus der positiven Anspannung kann nur die Losgelassenheit entstehen; aus der negativen Anspannung entstehen Verspannungen, Muskelkrämpfe und Schmerzen.

Wer meine Beiträge regelmäßig liest, wird wissen, dass ich euch diese Frage liebend gern mit einer Übung zum ausprobieren näher bringen werde:

[Frage] Was ist der Unterschied zwischen positiver und negativer Anspannung? weiterlesen