Ob Mensch oder Pferd – ein gesunder Bewegungsapparat lebt von einem ausgewogenen Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen. Die Begriffe überwiegend phasische und überwiegend tonische Muskulatur helfen uns zu verstehen, warum Verspannungen entstehen, weshalb manche Muskeln an Kraft verlieren und warum eine Massage nie die alleinige Lösung dagegen ist.
Phasische und tonische Muskulatur – was ist der Unterschied?
Vereinfacht lässt sich die Muskulatur nach ihrer überwiegenden Funktion in zwei funktionelle Gruppen einteilen:
An sehr warmen Tagen sollte das Wohl des Pferdes immer an erster Stelle stehen.
Das Video zeigt die Kontrolle der kapillaren Rückfüllzeit, ein klinischer Test zum Kreislaufzustand.
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Während viele Menschen sommerliche Temperaturen genießen, sind Pferde deutlich besser an die kühle Witterung angepasst.
Die Wohlfühltemperatur von Pferden liegt zwischen 5 und 15 °C. Von 20 bis 25 °C steigt die Belastung für den Organismus des Pferdes deutlich an. Um die Körpertemperatur konstant zu halten, muss es erheblich mehr Wärme über Schwitzen und Atmung abgeben. Gleichzeitig gehen große Mengen Wasser und Elektrolyte verloren. Ab 30 °C nimmt die Belastung noch mehr zu und es kann zu Gangunsicherheiten, Apathie, Schwäche und auch zu einem Hitzeschlag mit folgendem Zusammenbruch kommen.
Deshalb gilt: Manchmal ist es die bessere Entscheidung, dem Pferd einen Ruhetag zu gönnen.
Wer etwas für sein eigenes Körpergefühl tun möchte, findet im Schaukeln eine überraschend effektive Alternative. Was zunächst nach Kindheitserinnerung klingt, ist biomechanisch betrachtet ein funktionelles Ganzkörpertraining, welches viele Fähigkeiten fördert, die im Training entscheidend sind – ganz ohne das Pferd körperlich zu belasten.
Es beginnt oft ganz harmlos: Die ersten warmen Tage, saftig grünes Gras und die Vorfreude, das eigene Pferd endlich wieder auf die Weide zu lassen. Ein paar Minuten werden schnell zu einer halben Stunde, dann zu einer Stunde – „es wird schon gut gehen“. Doch genau hier liegt das Problem!
Denn jedes Frühjahr wieder häufen sich die Fälle von Hufrehe und Koliken und viele davon haben denselben Ursprung: ein zu frühes oder unkontrolliertes Anweiden. Was für uns nach einem harmlosen Schritt „zurück zur Natur“ klingt, kann für das Pferd schnell zur ernsthaften Gefahr werden!
Warum passiert das immer wieder? Und warum unterschätzen so viele Pferdebesitzer die Risiken, obwohl die Folgen im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können?
Headshaking bei Pferden ist eine Erkrankung, bei der das Pferd unwillkürlich mit dem Kopf schüttelt. Diese Bewegungen können verschiedene Ursachen haben und treten meist ohne äußeren Reiz auf. Für das Tier ist diese Krankheit nicht nur unangenehm, sondern kann auch das Wohlbefinden und die Nutzbarkeit erheblich beeinträchtigen. In diesem Artikel werden verschiedene Ursachen für Headshaking, die Diagnostik und die Therapiemöglichkeiten besprochen.
Immer wieder werden uns Pferde vorgestellt, welche einen „tollen Raumgriff“ haben bzw. genau deswegen gekauft worden sind.
Doch bedauerlicherweise halten diese Pferde (mit besonderem Gangwerk – gerade im Schritt) nicht sonderlich lange. Schnell werden sie taktunrein, stellenweise widersetzlich, bekommen eventuell sogar Muskelrisse (gerade in der Hosenmuskulatur).
Das Hufbein (auch „P3“ oder „Distal Phalanx“) ist der unterste Knochen im Pferdebein – es liegt innerhalb der Hufkapsel und wird durch den Hufbeinträger fest „aufgehängt“. Der Hufbeinträger ist ein Zusammenspiel aller Strukturen zwischen Hufkapsel und Hufbein, darunter zu verstehen sind netzförmige Bindegewebsfasern, verzahnte Hornblättchen und Lederhautblättchen – ähnlich einem Klettverschluss. Diese Verbindung sorgt dafür, dass das Hufbein perfekt in der Hornkapsel sitzt und stabil bleibt, es wird auch als Lamina bezeichnet.
So kann man sich den Hufbeinträger vorstellen:
Eine Seite des Klettverschlusses haftet an der Hornkapsel und die andere Seite am Hufbein. Die Verbindung ist extrem stark, doch umso mehr der Klettverschluss geöffnet ist, umso instabiler ist die Verbindung.
Das Equine Metabolische Syndrom (EMS) ist eine Stoffwechselerkrankung bei Pferden, die durch folgende Hauptmerkmale gekennzeichnet ist:
Insulin-Dysregulation (Insulinresistenz) – Das Pferd reagiert schlechter auf Insulin, wodurch der Blutzuckerspiegel erhöht bleibt.
Fettleibigkeit oder Fettpolster – Besonders an typischen Stellen wie Mähnenkamm, Schweifansatz und hinter den Schultern.
Erhöhtes Entzündungsrisiko der Blutgefäße – Besonders erhöhtes Hufreherisiko
Pferd mit EMS – übergewichtig, mit Fettdepots
Insulinresistenz beim Pferd: Ursachen, Symptome und Behandlung
Die Insulinresistenz ist eine weit verbreitete Stoffwechselstörung bei Pferden, die unbehandelt zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen kann.
Sie ist eng mit EMS verbunden, weil alle Pferde mit EMS eine Insulinresistenz aufweisen. EMS umfasst allerdings neben der Insulinresistenz auch typische Fettpolster (besonders am Mähnenkamm, hinter der Schulter, auf der Kruppe und über den Augen) sowie ein erhöhtes Entzündungsrisiko der Blutgefäße (welche unter anderem für Hufrehe verantwortlich sind).
Ein Pferd kann jedoch auch insulinresistent sein, ohne alle Merkmale des EMS zu zeigen. Manche insulinresistenten Pferde sind nicht übergewichtig, sondern normalgewichtig oder sogar dünn – insbesondere, wenn sie z. B. aufgrund anderer Erkrankungen oder Trainingsfaktoren nicht zu Fettpolstern neigen. [Frage] Was ist EMS (equines metabolisches Syndrom)? weiterlesen
Immer wieder treffe ich auf Pferde, welche unter Atemproblemen leiden. Gerade in den letzten Wochen ist dieses Thema weit verbreitet und die Pferdebesitzer verzweifeln. Als Erstes hatten wir mit sehr hohen Feinstaubwerten zu tun und dann kamen die heftigen Temperaturschwankungen dazu.
Aber auch eine falsche Körperhaltung führt zu Husten. Bei Verspannungen und Blockierungen im Bereich der Rippen und der Brustwirbelsäule, ist eine freie Atmung nicht möglich. Unpassendes Equipment und falsches Training führen ebenfalls zu Atemwegsproblemen.
Zudem leiden auch Pferde mit Übergewicht vermehrt unter Husten – warum dies so ist, erkläre ich euch im folgenden Beitrag.
Vorher noch kurz gesagt:
Nicht jedes übergewichtige Pferd hat EMS (equines metabolisches Syndrom)!
Aber fast jedes EMS-Pferd ist (oder war) übergewichtig.
EMS ist eine krankhafte Stoffwechselstörung, während Übergewicht „nur“ eine zu hohe Körpermasse ist.
Faszien (früher einfach nur als „Bindegewebe“ betitelt) sind ein oft unterschätztes, aber essenzielles Bestandteil des Körpers. Sie sind Strukturen, die Muskeln, Organe bzw. kurz gesagt, alle Gewebe umhüllen, verbinden und stabilisieren.
Es ist ein schneereicher Winter, in der Welt passiert unwahrscheinlich viel und daher ist es Zeit einen neuen Artikel zu schreiben, in dem wieder aufgeklärt wird. Allerdings auf eine ganz zauberhafte Weise, denn heute geht es um die Wunschkisten und Feentreppen 🙂 [Blog] … von Feentreppen und Wunschkisten weiterlesen