[Blog] Die zerstörten Illusionen

Durch unsere Aufklärung bringen wir die Pferdebesitzer und -halter zum Nachdenken. Wir schaffen wissen und zerstören damit auch Illusionen.

Mit dem Wissen wächst der Zweifel“ sagte schon Johann Wolfgang von Goethe und recht hatte er. Denn genau aus diesem Grund ist wissen wichtig. Man fängt an zu hinterfragen, ob dieses oder jenes stimmt, ob es logisch ist und richtig.

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[Frage] Wann braucht ein Pferd ein Körpertraining?

  1. Ältere Pferde, bei denen durch das Tragen vom Reiter die Wirbelsäule abgesackt ist oder die Pferde generell aus der Balance gekommen sind.
  2. Sportpferde bei denen der Körper durch ein Leistungssystem vorzeitig verbraucht wurde.
  3. Instabile Pferde bei denen das Skelett nur durch das Aktivieren der Tragemuskeln stabil werden kann.
  4. Pferde mit schiebenden Hinterbeinen welche man reiten möchte.
  5. Steife Pferde die ohne gezieltes Dehnungsprogramm nur mit Kraftanstrengung zu reiten sind.
  6. Pferde bei denen aufgrund moderner Zucht der Schwerpunkt zu weit vorne liegt.
  7. Junge Pferde welche man systematisch aufbauen möchte damit sie im Alter die Hohe Schule erreichen können.

Der Mensch möchte das Pferd als Reittier nutzen. Die Natur sah dies bei der Erschaffung des Equiden allerdings nicht vor.
Daher ist ein gezielter Aufbau des Pferdekörpers von größter Wichtigkeit, um frühzeitigen Verschleiß zu vermeiden.
Das Körpertraining verändert die Beckenstellung des Pferdes, welches so mehr Last aufnehmen und die Wirbelsäule von hinten nach vorne anheben kann. Daraufhin kann das Pferd sich und den Reiter in ausbalancierter Selbsthaltung tragen und bleibt gesund.

[Blog] Die Sache mit der Anlehnung

Die Reitlehren sprechen davon, dass nur ein Pferd, welches durch das Genick geht, in Anlehnung geht. Die Schlußfolgerung daraus ist, dass alle Pferde, welche nicht durchs Genick gehen, nicht durchlässig sind. Ein K(r)ampf um Anlehnung und das Genick ist vorprogrammiert.

Immer wieder treffe ich auf Reiter, welche mir erklären, dass sie gerade die Anlehnung mit ihrem Pferd üben – da gibt es Schwierigkeiten mit der Anlehnung / das Pferd will nicht durchs Genick gehen / das Pferd dehnt sich nicht an die Hand / …

Erkannt wird also, dass das Pferd etwas nicht macht und das von außen gegensteuert werden muss. Sei es mit einem neuen Trainer, einem Bereiter oder der Osteopath soll schauen, ob es im Pferd klemmt. Niemand scheint zu hinterfragen warum eine Anlehnung – ich nenne es mal böse – erzwungen werden muss.

Die Frage die ich dann immer stelle ist: Was bedeutet Anlehnung für euch?

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[Frage] Ist v/a (vorwärts-abwärts) sinnvoll?

Antwort:

Vorwärts-abwärts ist die natürliche Haltung des Pferdes. Die Gewichtsverteilung liegt ca bei 60% (auf der Vorhand) und 40% (auf der Hinterhand). Durch die Zucht und die damit verbundene veränderte Statik weist das moderne Warmblut einen längeren Hals auf. Dieser Giraffenhals sorgt für eine weitere Belastung der Vorhand, was für schnelleren Verschleiß sorgen kann, wenn das Pferd nicht aufgerichtet wird.

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[Blog] Abwechslungsreiches Training

Ich habe mich entschieden in dieses Thema viele Fragen, von euch, einfließen zu lassen.

Darunter waren u.a.:

  • Können Stangen uns beim Training unterstützen?
  • Hilft es, mit dem Pferd bergab und bergauf zu reiten / laufen, um die Hinterhand zu aktivieren?
  • Trotz, GHP (Gelassenheitsprüfung respektive Gelassenheitstraining) erschrickt mein Pferd sehr oft. Wie kann ich ihn beschäftigen, dass es ruhiger wird?
  • Mein Pferd muss beschäftigt werden, kann das Körpertraining für genug Abwechslung sorgen?

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[Blog] Ist das Pferd ein „Gewichtsträger“?

Ich höre in meiner Praxis immer wieder die Worte:

  • Mein Pferd ist ein Gewichtsträger
  • Pferde sind generell Gewichtsträger
  • Ich habe mir, meinem Gewicht entsprechend, einen Gewichtsträger gekauft
  • Es ist ein Kaltblut / eine robuste Rasse, also kann es Gewicht tragen

Wenn ich dann Frage, was unter einem Gewichtsträger zu verstehen ist, wird allerdings nur mit den Schultern gezuckt, daher möchte ich heute etwas Aufklärungsarbeit leisten.

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