Physiotherapie / Osteopathie

Das Körpertraining bei Pferden ist funktionelle Arbeit am gesamten Organismus – vergleichbar mit Physiotherapie.
Es unterstützt die Gesunderhaltung von Skelett, Muskeln, Sehnen, Bändern und Organen und verfolgt ein klares Ziel: einen stabilen, tragfähigen Körper zu entwickeln, der sich selbst und den Reiter langfristig schadensfrei tragen kann.

Dabei steht jedes Pferd als Individuum im Mittelpunkt.

Das Training wird nicht nach Schema F aufgebaut, sondern an den jeweiligen Körper, seine Möglichkeiten und seine Grenzen angepasst.
Das Pferd bleibt dabei ein aktiver Partner: Es gibt Tempo und Gangart mit vor, während der Fokus konsequent auf einer gesunden, entlastenden Bewegung liegt – ähnlich wie in der Humanphysiotherapie, in der Übungen gezielt gewählt und an Beschwerden angepasst werden.

Die Osteopathie ergänzt diesen Ansatz auf struktureller Ebene und beschreibt das Zusammenspiel von Körperstruktur und Funktion – denn steht das Skelett nicht korrekt, entstehen Spannungen: in der Muskulatur, in den Sehnen und letztlich auch in den Organen.

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[Blog] Die zerstörten Illusionen

Durch unsere Aufklärung bringen wir Pferdebesitzer und -halter dazu, genauer hinzuschauen und bestehende Abläufe zu hinterfragen. Wir schaffen Wissen – und damit lösen sich auch Illusionen auf.

„Mit dem Wissen wächst der Zweifel“, sagte bereits Johann Wolfgang von Goethe – und genau das lässt sich auch in der Pferdewelt beobachten. Je mehr man versteht, desto häufiger beginnt man zu hinterfragen, ob bestimmte Vorgehensweisen tatsächlich logisch, sinnvoll und nachhaltig sind.

Immer wieder werde ich zu Pferden gerufen, die bereits eine lange „Therapiegeschichte“ hinter sich haben: Osteopathen, Physiotherapeuten, Tierärzte, mehrere Behandlungen von allen beteiligten. Oft heißt es danach: Das Pferd lief kurzzeitig besser – und trotzdem sind die Probleme nach kurzer Zeit wieder da. Dann folgt fast immer dieselbe Aussage: „Irgendwann muss es doch jemanden geben, der das dauerhaft lösen kann!“

Doch genau hier liegt der entscheidende Denkfehler: Die Verantwortung wird nach außen abgegeben.

Ich sehe meine Aufgabe deshalb auch in der Aufklärung. Ich erkläre, was ich am Pferd erkenne, zeige Strukturen wie Muskulatur, Knochenpunkte und Sehnenverläufe und lasse Besitzer selbst erleben, wie sich Bewegung mit und ohne Defizite anfühlt. Ziel ist nicht nur Verständnis – sondern Bewusstsein für Zusammenhänge, die man nicht mehr „wegbehandeln“ kann.

Manche reagieren darauf mit echter Bereitschaft zur Veränderung. Sie beginnen, ihr Training anzupassen, denken um – und genau dort entstehen oft nachhaltige Verbesserungen.

Andere hingegen suchen weiterhin nach der schnellen Lösung: „Wann ist das Pferd wieder reitbar?“, „Geht ein Turnier nächste Woche?“, „Könntest du es wieder einrenken, damit es läuft?“

Diese Haltung zeigt ein grundsätzliches Problem: Das Pferd wird nicht als fühlendes Lebewesen mit Anpassungsgrenzen gesehen, sondern als funktionierendes System, das wieder „hergestellt“ werden soll.

In einem Gespräch wurde ich einmal ernsthaft gefragt: „Haben Pferde eigentlich Gefühle?“

Die Antwort ist eindeutig: Ja!
Pferde sind Lebewesen mit einem Nervensystem, mit Wahrnehmung, mit Emotionen. Angst, Schmerz, Stress – all das sind keine Interpretationen, sondern biologische Realitäten. Als Fluchttiere sind diese Gefühle sogar überlebenswichtig.

Folgend eine kleine Auflistung der häufigsten Ursachen, die ich fast täglich erlebe:

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Frage: Was bedeutet tragend-aktiv, schiebende Hinterhand und ziehende Vorhand?

Antwort:
Ich habe lange überlegt wie ich diese Fragen am verständlichsten beantworten kann und war sogar schon kurz davor ein Video zu drehen. Nun habe ich es mir doch anders überlegt, denn wer selber probiert lernt mehr als sich das Wissen „anzusehen“.

Frage: Was bedeutet tragend-aktiv, schiebende Hinterhand und ziehende Vorhand? weiterlesen