[Blog] Anweiden bei Frost: Unterschätzte Risiken durch Zucker- und Pilzgifte im Gras

Es beginnt oft ganz harmlos: Die ersten warmen Tage, saftig grünes Gras und die Vorfreude, das eigene Pferd endlich wieder auf die Weide zu lassen. Ein paar Minuten werden schnell zu einer halben Stunde, dann zu einer Stunde – „es wird schon gut gehen“. Doch genau hier liegt das Problem!
Denn jedes Frühjahr wieder häufen sich die Fälle von Hufrehe und Koliken und viele davon haben denselben Ursprung: ein zu frühes oder unkontrolliertes Anweiden. Was für uns nach einem harmlosen Schritt „zurück zur Natur“ klingt, kann für das Pferd schnell zur ernsthaften Gefahr werden!
Warum passiert das immer wieder? Und warum unterschätzen so viele Pferdebesitzer die Risiken, obwohl die Folgen im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können?

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[Blog] Der Hufbeinträger und seine Erkrankungen

Das Hufbein (auch „P3“ oder „Distal Phalanx“) ist der unterste Knochen im Pferdebein – es liegt innerhalb der Hufkapsel und wird durch den Hufbeinträger fest „aufgehängt“. Der Hufbeinträger ist ein Zusammenspiel aller Strukturen zwischen Hufkapsel und Hufbein, darunter zu verstehen sind netzförmige Bindegewebsfasern, verzahnte Hornblättchen und Lederhautblättchen – ähnlich einem Klettverschluss. Diese Verbindung sorgt dafür, dass das Hufbein perfekt in der Hornkapsel sitzt und stabil bleibt, es wird auch als Lamina bezeichnet.

So kann man sich den Hufbeinträger vorstellen:

Eine Seite des Klettverschlusses haftet an der Hornkapsel und die andere Seite am Hufbein. Die Verbindung ist extrem stark, doch umso mehr der Klettverschluss geöffnet ist, umso instabiler ist die Verbindung.

Bei gesunden Pferden und stabilen Hufen funktioniert der, gut durchblutete, Hufbeinträger als wichtigster hydraulischer Stoßdämpfer: [Blog] Der Hufbeinträger und seine Erkrankungen weiterlesen

[Frage] Was ist EMS (equines metabolisches Syndrom)?

Das Equine Metabolische Syndrom (EMS) ist eine Stoffwechselerkrankung bei Pferden, die durch folgende Hauptmerkmale gekennzeichnet ist:

  1. Insulin-Dysregulation (Insulinresistenz) – Das Pferd reagiert schlechter auf Insulin, wodurch der Blutzuckerspiegel erhöht bleibt.
  2. Fettleibigkeit oder Fettpolster – Besonders an typischen Stellen wie Mähnenkamm, Schweifansatz und hinter den Schultern.
  3. Erhöhtes Entzündungsrisiko der Blutgefäße – Besonders erhöhtes Hufreherisiko
Pferd mit EMS - uebergewichtig mit Fettdepots
Pferd mit EMS – übergewichtig, mit Fettdepots

Insulinresistenz beim Pferd: Ursachen, Symptome und Behandlung

Die Insulinresistenz ist eine weit verbreitete Stoffwechselstörung bei Pferden, die unbehandelt zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen kann.
Sie ist eng mit EMS verbunden, weil alle Pferde mit EMS eine Insulinresistenz aufweisen. EMS umfasst allerdings neben der Insulinresistenz auch typische Fettpolster (besonders am Mähnenkamm, hinter der Schulter, auf der Kruppe und über den Augen) sowie ein erhöhtes Entzündungsrisiko der Blutgefäße (welche unter anderem für Hufrehe verantwortlich sind).

Ein Pferd kann jedoch auch insulinresistent sein, ohne alle Merkmale des EMS zu zeigen. Manche insulinresistenten Pferde sind nicht übergewichtig, sondern normalgewichtig oder sogar dünn – insbesondere, wenn sie z. B. aufgrund anderer Erkrankungen oder Trainingsfaktoren nicht zu Fettpolstern neigen. [Frage] Was ist EMS (equines metabolisches Syndrom)? weiterlesen