Belastung und Belastbarkeit – was dies für den Körper bedeutet

Belastung bezeichnet die körperlichen und seelischen Anforderungen, denen ein Lebewesen ausgesetzt ist. Dazu gehören beispielsweise Training, Arbeit, hohe Geschwindigkeiten, Sprünge, häufige Wiederholungen, das Tragen von (zusätzlichem) Gewicht, Stress, Angst usw..
Belastbarkeit beschreibt dagegen, wie gut der Körper bzw. die Psyche diese Anforderungen bewältigen kann.

Wichtig ist, dass die Belastung nicht dauerhaft höher sein sollte, als die Belastbarkeit. Das klingt theoretisch logisch, wird aber in der Praxis leider oft missachtet.

Training soll den Körper stärker, leistungsfähiger und belastbarer machen. Bewegung und gezielte Belastung setzen Reize, auf die sich der Körper anpassen kann. Muskeln werden kräftiger, die Ausdauer verbessert sich und auch die Weichteile (Sehnen und Bänder) verändern sich positiv – entsprechend der Belastung. Wird der Körper und oder die Psyche stärker belastet, als es diese verkraften und die Zeit für die Regenerierung fehlt, kann aus einem sinnvollen Trainingsreiz eine Überlastung werden. Auch ein symmetrisches Training (15 Minuten pro Muskelgruppe oder pro Seite) können bspw. den Körper einseitig überlasten, wenn eine Seite durch eine Erkrankung (muskuläre Dysbalance, Arthrose, etc.) nicht so belastbar ist, wie die gesunde Seite. Bei der Psyche sieht es ähnlich aus, wenn in einer Nacht nicht gut geschlafen wurde, ist man morgens evtl. schon gereizt und kann denn Stress auf der Arbeit nicht so gut verkraften wie sonst. Es ist ein Rattenschwanz, welcher immer wieder neu bewertet werden muss.

Deshalb hinterfrage dich selbst, bei der Arbeit, beim Training, beim Umgang mit anderen Lebewesen: wie ist das aktuelle Verhältnis von Belastung und Belastbarkeit und passe dein Handeln darauf an.

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Dehnen – aber richtig

Viele Menschen dehnen sich – oder auch ihr Pferd – nach jeder Trainingseinheit ganz automatisch, weil wir es so gelernt haben. Dabei geht es beim Dehnen vor allem darum, Beweglichkeit zu erhalten oder zu verbessern und das Gefühl von Muskelspannung zu beeinflussen. Oft wird jedoch vergessen, dass Muskeln auf unterschiedliche Weise arbeiten.

Grundsätzlich gibt es zwei Formen der Muskelarbeit:

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Verspannungen – warum Massagen allein nicht ausreichen

Ob Mensch oder Pferd – ein gesunder Bewegungsapparat lebt von einem ausgewogenen Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen.
Die Begriffe überwiegend phasische und überwiegend tonische Muskulatur helfen uns zu verstehen, warum Verspannungen entstehen, weshalb manche Muskeln an Kraft verlieren und warum eine Massage nie die alleinige Lösung dagegen ist.

Phasische und tonische Muskulatur – was ist der Unterschied?

Vereinfacht lässt sich die Muskulatur nach ihrer überwiegenden Funktion in zwei funktionelle Gruppen einteilen:

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Schaukeln statt Pferdetraining? Warum die Schaukel an heißen Tagen zum besten Trainingsgerät werden kann

An sehr warmen Tagen sollte das Wohl des Pferdes immer an erster Stelle stehen.

Das Video zeigt die Kontrolle der kapillaren Rückfüllzeit, ein klinischer Test zum Kreislaufzustand.

Mit Anklicken des Videos werden Daten an Youtube übertragen. Näheres unter Datenschutz

Während viele Menschen sommerliche Temperaturen genießen, sind Pferde deutlich besser an die kühle Witterung angepasst.

Die Wohlfühltemperatur von Pferden liegt zwischen 5 und 15 °C.
Von 20 bis 25 °C steigt die Belastung für den Organismus des Pferdes deutlich an. Um die Körpertemperatur konstant zu halten, muss es erheblich mehr Wärme über Schwitzen und Atmung abgeben. Gleichzeitig gehen große Mengen Wasser und Elektrolyte verloren.
Ab 30 °C nimmt die Belastung noch mehr zu und es kann zu Gangunsicherheiten, Apathie, Schwäche und auch zu einem Hitzeschlag mit folgendem Zusammenbruch kommen.

Deshalb gilt: Manchmal ist es die bessere Entscheidung, dem Pferd einen Ruhetag zu gönnen.

Wer etwas für sein eigenes Körpergefühl tun möchte, findet im Schaukeln eine überraschend effektive Alternative. Was zunächst nach Kindheitserinnerung klingt, ist biomechanisch betrachtet ein funktionelles Ganzkörpertraining, welches viele Fähigkeiten fördert, die im Training entscheidend sind – ganz ohne das Pferd körperlich zu belasten.

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[Blog] Anweiden bei Frost: Unterschätzte Risiken durch Zucker- und Pilzgifte im Gras

Es beginnt oft ganz harmlos: Die ersten warmen Tage, saftig grünes Gras und die Vorfreude, das eigene Pferd endlich wieder auf die Weide zu lassen. Ein paar Minuten werden schnell zu einer halben Stunde, dann zu einer Stunde – „es wird schon gut gehen“. Doch genau hier liegt das Problem!
Denn jedes Frühjahr wieder häufen sich die Fälle von Hufrehe und Koliken und viele davon haben denselben Ursprung: ein zu frühes oder unkontrolliertes Anweiden. Was für uns nach einem harmlosen Schritt „zurück zur Natur“ klingt, kann für das Pferd schnell zur ernsthaften Gefahr werden!
Warum passiert das immer wieder? Und warum unterschätzen so viele Pferdebesitzer die Risiken, obwohl die Folgen im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können?

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[Blog] Headshaking – warum vermehrt, wenn die Sonne scheint?

Headshaking bei Pferden ist eine Erkrankung, bei der das Pferd unwillkürlich mit dem Kopf schüttelt. Diese Bewegungen können verschiedene Ursachen haben und treten meist ohne äußeren Reiz auf. Für das Tier ist diese Krankheit nicht nur unangenehm, sondern kann auch das Wohlbefinden und die Nutzbarkeit erheblich beeinträchtigen. In diesem Artikel werden verschiedene Ursachen für Headshaking, die Diagnostik und die Therapiemöglichkeiten besprochen.

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[Blog] Der (angezüchtete) Raumgriff und seine Tücken

Immer wieder werden uns Pferde vorgestellt, welche einen „tollen Raumgriff“ haben bzw. genau deswegen gekauft worden sind.

Doch bedauerlicherweise halten diese Pferde (mit besonderem Gangwerk – gerade im Schritt) nicht sonderlich lange. Schnell werden sie taktunrein, stellenweise widersetzlich, bekommen eventuell sogar Muskelrisse (gerade in der Hosenmuskulatur).

Warum ist ein erhöhter Raumgriff schädlich bzw. warum kann er Krankheiten auslösen und vor allem, welche? [Blog] Der (angezüchtete) Raumgriff und seine Tücken weiterlesen

[Blog] Der Hufbeinträger und seine Erkrankungen

Das Hufbein (auch „P3“ oder „Distal Phalanx“) ist der unterste Knochen im Pferdebein – es liegt innerhalb der Hufkapsel und wird durch den Hufbeinträger fest „aufgehängt“. Der Hufbeinträger ist ein Zusammenspiel aller Strukturen zwischen Hufkapsel und Hufbein, darunter zu verstehen sind netzförmige Bindegewebsfasern, verzahnte Hornblättchen und Lederhautblättchen – ähnlich einem Klettverschluss. Diese Verbindung sorgt dafür, dass das Hufbein perfekt in der Hornkapsel sitzt und stabil bleibt, es wird auch als Lamina bezeichnet.

So kann man sich den Hufbeinträger vorstellen:

Eine Seite des Klettverschlusses haftet an der Hornkapsel und die andere Seite am Hufbein. Die Verbindung ist extrem stark, doch umso mehr der Klettverschluss geöffnet ist, umso instabiler ist die Verbindung.

Bei gesunden Pferden und stabilen Hufen funktioniert der, gut durchblutete, Hufbeinträger als wichtigster hydraulischer Stoßdämpfer: [Blog] Der Hufbeinträger und seine Erkrankungen weiterlesen

[Frage] Was ist EMS (equines metabolisches Syndrom)?

Das Equine Metabolische Syndrom (EMS) ist eine Stoffwechselerkrankung bei Pferden, die durch folgende Hauptmerkmale gekennzeichnet ist:

  1. Insulin-Dysregulation (Insulinresistenz) – Das Pferd reagiert schlechter auf Insulin, wodurch der Blutzuckerspiegel erhöht bleibt.
  2. Fettleibigkeit oder Fettpolster – Besonders an typischen Stellen wie Mähnenkamm, Schweifansatz und hinter den Schultern.
  3. Erhöhtes Entzündungsrisiko der Blutgefäße – Besonders erhöhtes Hufreherisiko

Pferd mit EMS - uebergewichtig mit Fettdepots
Pferd mit EMS – übergewichtig, mit Fettdepots

Insulinresistenz beim Pferd: Ursachen, Symptome und Behandlung

Die Insulinresistenz ist eine weit verbreitete Stoffwechselstörung bei Pferden, die unbehandelt zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen kann.
Sie ist eng mit EMS verbunden, weil alle Pferde mit EMS eine Insulinresistenz aufweisen. EMS umfasst allerdings neben der Insulinresistenz auch typische Fettpolster (besonders am Mähnenkamm, hinter der Schulter, auf der Kruppe und über den Augen) sowie ein erhöhtes Entzündungsrisiko der Blutgefäße (welche unter anderem für Hufrehe verantwortlich sind).

Ein Pferd kann jedoch auch insulinresistent sein, ohne alle Merkmale des EMS zu zeigen. Manche insulinresistenten Pferde sind nicht übergewichtig, sondern normalgewichtig oder sogar dünn – insbesondere, wenn sie z. B. aufgrund anderer Erkrankungen oder Trainingsfaktoren nicht zu Fettpolstern neigen. [Frage] Was ist EMS (equines metabolisches Syndrom)? weiterlesen

[Blog] Atemwegserkrankungen in Verbindung mit Übergewicht / EMS

Immer wieder treffe ich auf Pferde, welche unter Atemproblemen leiden. Gerade in den letzten Wochen ist dieses Thema weit verbreitet und die Pferdebesitzer verzweifeln. Als Erstes hatten wir mit sehr hohen Feinstaubwerten zu tun und dann kamen die heftigen Temperaturschwankungen dazu.

Aber auch eine falsche Körperhaltung führt zu Husten. Bei Verspannungen und Blockierungen im Bereich der Rippen und der Brustwirbelsäule, ist eine freie Atmung nicht möglich. Unpassendes Equipment und falsches Training führen ebenfalls zu Atemwegsproblemen.

Zudem leiden auch Pferde mit Übergewicht vermehrt unter Husten – warum dies so ist, erkläre ich euch im folgenden Beitrag.

Vorher noch kurz gesagt:

  • Nicht jedes übergewichtige Pferd hat EMS (equines metabolisches Syndrom)!
  • Aber fast jedes EMS-Pferd ist (oder war) übergewichtig.
  • EMS ist eine krankhafte Stoffwechselstörung, während Übergewicht „nur“ eine zu hohe Körpermasse ist.
[Blog] Atemwegserkrankungen in Verbindung mit Übergewicht / EMS weiterlesen